

Minguet Quartett
Beethovens drittletztes Streichquartett op. 131 ist ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Werk. Das beginnt schon mit der Tonart cis-Moll. Neben der berühmten »Mondscheinsonate« für Klavier solo ist es sein einziges Werk in dieser Tonart, die als Ausdruck von Melancholie, Seelenpein und Sehnsucht gilt. Beethoven schrieb das Quartett nur wenige Monate vor seinem Tod, als er bereits völlig ertaubt war. Es besteht formal aus sieben - anstatt der üblichen vier - Sätzen, die allerdings fließend ineinander übergehen in einen unentrinnbaren Sog der Empfindungen. Dazu begrüßen wir zum wiederholten Male das Minguet Quartett, das Beethovens Opus 131 ins Spannungsfeld mit Mozarts spätem d-Moll-Quartett und Zemlinskys neoklassischem drittem Quartett stellt.
Programm:
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Streichquartett d-Moll KV 421
Alexander Zemlinsky (1871-1942) Streichquartett Nr. 3 op. 19
Ludwig van Beethoven (1770-1827) Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131
